Fledermausschutz

„Abends, wenn es dunkel wird und die Fledermaus schon schwirrt“ – unter dieser Überschrift startete im Frühsommer 2003 das neue Feldermausprojekt im UWZ.

Leben und Schutz dieser von Mythen umrankten nächtlichen Insektenjäger standen und stehen im Vordergrund. Aufgrund ihrer Ansprüche an Lebensraum und Nahrung sind sie wichtige Zeigerarten für eine gesunde, naturnahe Umwelt und können nur dort sinnvoll geschützt werden, wo auch ihr Lebensraum unter Schutz gestellt wird. Auf dem Gelände des Umweltzentrums konnten bereits einige Arten dieser „fliegenden Kobolde“ nachgewiesen werden.

Mit Unterstützung des Lippischen Heimatvereins wurde im Keller des kleinen Mühlenhauses ein Quartier für überwinternde Fledermäuse geschaffen, in dem sie die kalte, unwirtliche Jahreszeit sicher vor Frost, Zugluft und Feinden überstehen können. Im Jahr 2007 konnten erstmals Tiere im neuen Winterquartier beobachtet werden.

Gleichzeitig wurde ein Unterrichtsprogramm für Grundschulen und Weiterführende Schulen entwickelt, dass sowohl Betreuung bei schuleingenen Projektwochen zu diesem Thema als auch Unterricht vor Ort auf dem Gelände des UWZs anbietet. Bei Kindern und Jugendlichen rangieren die nächtlichen Flattertiere ganz vorn in der Liste der Lieblingstiere. Diese Sympathien werden genutzt, um Toleranz gegenüber Fledermäusen zu wecken, ein wichtiges Ziel der Bildungsarbeit des UWZ. Auf fantasievollem Weg, ohne erhobenem Zeigefinger wird das Interesse an diesen Tieren und der Natur im allgemeinen geweckt.

Jagdreviere sind auf dem Gelände bereits vorhanden und werden schon von dem „großen Abendsegler“ und der Zwergfledermaus genutzt. Durch diese Maßnahmen hofft man die Zahl der Fledermausarten sowie der Fledermäuse generell erhöhen zu können und die Tiere vor dem Aussterben zu schützen.