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Die Geschichte der Heerser Mühle

              

beide Fotos: Fotosammlung Stadtarchiv Bad Salzuflen

Die Heerser Mühle wurde 1358 erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1869 waren die Höfe im Amte Schötmar bis auf wenige Ausnahmen verpflichtet, ihr Korn in Heerse mahlen zu lassen.

Ursprünglich gehörte die Mühle dem Grafen bzw. Fürsten zu Lippe, doch 1919 ging sie in den Besitz des Freistaates Lippe über.

In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1925 brannte die gesamte Mühlenanlage ab.2 Jahre später erwarb die Stadt Schötmar das Gelände der Heerser Mühle, um dort 1928 ein Turbinenkraftwerk zu errichten. Aus Rentabilitätsgründen wurde diese Elektrizitätsanlage Anfang der 70er Jahre aufgegeben und demontiert.


                                     


Natur erleben und erfahren:

Das Umweltzentrum Heerser Mühle in Bad Salzuflen

Natur erleben und erfahren: das ist das Motto des Umweltzentrums Heerser Mühle in Bad Salzuflen. Im Jahr 1987 gegründet, engagiert sich das Umweltzentrum am historischen Standort der Heerser Mühle im Bereich der Umweltbildung und des Naturschutzes. Inzwischen besuchen jährlich fast 40.000 Menschen die Einrichtung und das 37 ha große Gelände.

Entstehung und Trägerschaft

Nach der Schließung der zuletzt von Erich Klocke betriebenen Sägemühle im Jahr 1983 wurde ein Teil der vorhandenen Stallungen und landwirtschaftlichen Flächen noch bis 1988 von Friedrich Krieger aus Schötmar als Pferdeweide genutzt und gepflegt.

Gleichzeitig richtete die Stadt Bad Salzuflen auf dem Gelände der Heerser Mühle in den Jahren 1983 bis 1990 einen Kompostplatz ein. Nach Beendigung der Kompostierung wurden die Flächen bis Ende 1993 als Annahmestelle und Zwischenlager für Grünabfälle genutzt.

Die ersten Überlegungen zu einem 'Salzufler Naturschutzzentrum' gehen auf das Jahr 1985 zurück: Die Fraktion der Grünen stellt am 31. Januar im Hauptausschuß den Antrag, "die Verwaltung mit der Planung eines Naturschutzzentrums zu beauftragen."

Im Juni 1985 traf sich auf Einladung der Verwaltung eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger in der Volkshochschule, die in der Folge erste Ideen für das neue Zentrum entwickelten.

Nach einem Grundsatzbeschluss des Rates 1986 nahm die Idee in Bad Salzuflen ein Naturschutzzentrum zu errichten greifbare Gestalt an: Zum 1. September 1987 wurden drei ABM-Kräfte eingestellt, die ihren Arbeitsplatz im Rathaus der Stadt hatten. Noch unter dem Arbeitstitel "Naturschutz-Zentrum" wurden die bereits vorhandenen Ideen entwickelt und konkrete Pläne zur Umsetzung entworfen.

Parallel dazu erfolgte die Suche nach einem geeigneten Standort. Die Vorschläge reichten vom Bereich des Landschaftsgartens bis zum Standort des heutigen Jugendzentrums @on an der Uferstraße. Erst Anfang April 1989 fand das Gelände der Heerser Mühle als Standort des Umweltzentrums eine breite Zustimmung und im Rahmen der Osterferienspiele konnte mit der praktischen Arbeit begonnen werden.

In dieser Anfangsphase stand den Mitarbeitern zunächst ein Bauwagen und, ab 1990 bis zur Fertigstellung des heutigen Seminargebäudes, das kleine Mühlenhaus zur Verfügung.

Das renovierte Seminargebäude wurde dem Trägerverein im Rahmen des ersten Umwelttages auf dem Gelände der Heerser Mühle 1991 übergeben.

Das Gelände wandelte sich schnell. Wo früher Remisen an Pferdehaltung und Hügel an zentrale Kompostierung erinnerten, entstanden in erstaunlich kurzer Zeit neue Lebensräume, Themengärten und eine ganze Reihe von praxisnahen Anschauungsobjekten. Mit tatkräftiger Unterstützung von Kindergärten, Schulklassen, Vereinen und BürgerInnen konnten in der Folgezeit die Grundelemente des heutigen Umweltzentrums geschaffen werden.

Nach dem ersten Spatenstich im Jahr 1989 ging das Umweltzentrum zum 1. Oktober 1990 in die Trägerschaft des neu gegründeten Vereins "Umweltzentrum Heerser Mühle e.V." über. Im Trägerverein sind die Stadt Bad Salzuflen, verschiedene Natur- und Umweltschutzverbände, Institutionen und Einzelpersonen vertreten. Die Stadt Bad Salzuflen stellt die Gebäude und das Gelände zur Verfügung und trägt den Hauptteil der Personal- sowie einen Teil der Sachkosten.

Nach weiteren umfangreichen Umbaumaßnahmen in späteren Jahren stehen in den Gebäuden der Heerser Mühle heute insgesamt 4 Seminarräume, 2 Büros, 2 Küchen, ein Fotolabor und eine Werkstatt zur Verfügung.

Das Umweltzentrum bietet Arbeitsplätze an, beschäftigt Honorarkräfte, ist Ausbildungsplatz für Praktikanten, Einsatz- und Qualifizierungsort für arbeitslose Jugendliche, junge Erwachsene und ältere Personen, sowie Träger zweier Stellen im freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ) und dreier Zivildienststellen.

Die Einrichtung Umweltzentrum Heerser Mühle ist gemeinnützig und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Die Mitgliedschaft im Trägerverein steht jedem offen.

 


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